Erziehung /
Erziehen mit Futter /
Erziehung mit Futter

„Sitz, Platz, Aus – das kleine Einmaleins“

default
Artikel von
Expertenteam

Erziehung mit Futter

Nicht immer eine gute Idee, aber meist sehr effektiv.

Alles, was sich für den Hund gelohnt hat, wird wieder gemacht! Und Fressen ist ein starker Motivator für Hunde.

Hunde tun nichts „einfach so“, sondern brauchen einen Anreiz, um ein von uns erwünschtes Verhalten zu zeigen. Je größer die Motivation (die Belohnung), umso eher und schneller werden sie die Übung ausführen. Man kann Hunde auf verschiedene Arten motivieren. Jeder Hund ist anders. Viele Hunde lassen sich sehr gut über Leckerli motivieren, besonders, wenn sie gerade nicht gefressen haben. Spielbegeisterte Hunde kann man mit Bällchen oder anderen Spielzeugen begeistern, manche Hunde genießen auch Streicheleinheiten als Belohnung. Was für ein Typ ist Ihr Hund?

Die Theorie der sogenannten klassischen Konditionierung kennen die meisten aus der Schule: Der Forscher Iwan Pawlov zeigte dem Hund Futter. Daraufhin fing der Hund an zu speicheln, ein Reflex, den der Hund selbst nicht beeinflussen kann. Nun ertönte jeweils bei der Fütterung ein Klingelzeichen. Später reichte schon das Klingelzeichen, um den Reflex des Speichelns auszulösen. Ein reflexauslösender Reiz (=Futter) wird hierbei mit einem neutralen Reiz (=Klingel) gekoppelt. Letzterer wird dadurch zum sogenannten bedingten (konditionierten) Reiz und löst nun eigenständig die Reflexantwort (Speicheln) aus. Kennzeichnend für dieses Lernverhalten ist, dass keine Belohnung erforderlich ist.

 Eine weitere Variante der Konditionierung ist die sogenannte instrumentelle oder auch operante Konditionierung. Beide Ausdrücke meinen dasselbe: Der Hund zeigt eine Handlung, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Das Ziel kann sein, gestreichelt zu werden, zu spielen, zu fressen, raus zu dürfen oder vieles andere. Dieses Lernverhalten beeinflusst unser Training mit dem Hund am häufigsten. Je erfolgreicher ein Verhalten dabei  funktioniert, um so öfter wird es in der Zukunft gezeigt. Ein positives Ergebnis einer Handlung führt dazu, dass sie öfter gezeigt wird. Ein negatives vermindert das Auftreten.

Ein Beispiel aus dem Alltag?:

Ihr Hund sitzt neben dem Tisch und schaut Ihnen interessiert beim Essen zu. Wenn Sie ihn ansprechen oder streicheln, wird der Hund das Verhalten häufiger zeigen, denn es hat sich jetzt schon für ihn gelohnt (Aufmerksamkeit erhalten). Fällt nun noch etwas Leckeres herunter, hat sich das „Betteln“ gleich doppelt gelohnt. Nach einigen Wiederholungen wird der Hund vielleicht versuchen herauszufinden, was passiert, wenn er mit der Pfote kratzt oder vielleicht leise winselt. Wird auch dies versehentlich verstärkt (angucken reicht da oft schon), wird der Hund das erfolgreiche Verhalten immer öfter zeigen und womöglich auch steigern. Um ihm das Betteln am Tisch gar nicht erst anzugewöhnen, sollten alle Familienmitglieder den Hund am Tisch weder ansprechen, streicheln oder gar füttern.

Leckerlies sind zusätzliche Kilokalorien

Erziehung mit Leckerlies heißt leider auch, dass ich die Energie ( also wieviel Kilokalorien hat eine Portion) von der erlaubten Tagesmenge abziehen muss.

Nicht mehr als 10% des Tagesbedarfes kann über Snacks verfüttert werden, denn meist sind dies sogenannte Ergänzungsfuttermittel, die nicht den Tagesbearf an anderen Nährstoffen decken können.

Alternativ können Erziehungsleckerchen von der empfohlenen Tagesration des Trockenfutters abgeuogen werden.

" Leckerli fressen ist jetzt erlaubt

 

 

 


3 Kommentare

Am 13.10.2014 kommentierte Das Expertenteam:

„schau mal auf diesen link, der hilft dir beim Berechnen der Kilokalorien
https://www.pedigree.de/ernaehrung/fuetterungskalkulator“

Am 13.10.2014 kommentierte Connie:

„Wie ziehe ich denn die Kalorien ab?“

Am 13.10.2014 kommentierte Das Expertenteam:

„Wir hoffen, dass dieser Artikel deine Frage beantwortet. Wenn nicht, kontaktiere uns gerne.“


Kommentieren
Leckerlis - Ja oder Nein

Artikel der Woche:
Leckerlis - Ja oder Nein

Zum Artikel
Ein Mix aus Trocken- und Nassfutter

Letzte Woche:
Ein Mix aus Trocken- und Nassfutter

Hier nachlesen