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Zucker - Nein Danke /
Zucker ist schlecht für die Zähne, weiß doch jeder. Warum ist er im Futter?

„Ein Hund lebt nicht von Fleisch allein“


Gefragt von Annette

Zucker ist schlecht für die Zähne, weiß doch jeder. Warum ist er im Futter?

default Expertenteam antwortet:

Hallo Annette,

die Abneigung von Zucker in Heimtiernahrung wird oft mit der Entstehung von Karies bei Kleinkindern durch gezuckerte Fruchtsäfte begründet. Das lässt sich aber nicht vergleichen, denn im Unterschied zum Menschen kann man bei weniger als 5% aller Hunde Karies feststellen.

Stattdessen heißt das tatsächliche Problem in der Maulhöhle „Parodontitis“ (Erkrankungen des Zahnhalteapparates) und betrifft vier von fünf Hunden, die älter als zwei Jahre alt sind.

Die Speichelzusammensetzung und die Zahnstruktur von Hunden und Menschen sind sehr verschieden, deshalb können die karieserzeugenden Bakterien in der Maulhöhle von Hunden kaum Schaden anrichten. (Quelle: Karies bei Hunden/Caries in dogs: J. Dental Res 1965, 44, 1354, http://jdr.sagepub.com, caries in pets: http://avds-online.org/info/cavities.html.)

Die Aufnahme von Zucker durch Fertignahrung bei Hunden ist deutlich geringer, als vermutet (unter 0,5% wenn er zugefügt wird) und ist nachgewiesenermaßen nicht für Karies bei Hunden verantwortlich.

Warum ist er überhaupt manchmal im Futter?

In Produkten mit einem höheren Feuchtigkeitsgehalt reduziert er die Aktivität des „freien Wassers“ und verhindert so mikrobielles Wachstum. Ähnlich wie in der Marmeladenherstellung beeinflusst Zucker damit die Konsistenz und Haltbarkeit eines Produktes positiv. Zucker unterstützt in einer sogenannten „nicht enzymatischen Bräunungsreaktion“ (Maillard Reaktion) und als Zuckerkulör die Farbgebung eines Produktes und bietet damit eine Alternative zu künstlichen Farbstoffen. Im Grunde müssen bei der Herstellung von Tiernahrung die Erwartungen des Käufers und des Konsumenten zufrieden gestellt werden.



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