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Was ist wichtiger viel Protein oder Fett?

„Ein Hund lebt nicht von Fleisch allein“


Gefragt von Manfred

Was ist wichtiger viel Protein oder Fett?

default Expertenteam antwortet:

Hallo Manfred,

sowohl Fette, also auch Proteine sind für die artgerechte und ausgewogene Ernährung des Hundes wichtig.

Beide Nährstoffgruppen liefern auf der einen Seite Energie, haben aber auf der anderen Seite auch weitere Funktionen.

Fette liefern im Vergleich zu Proteinen allerdings mehr Bruttoenergie.

Warum sollten Proteine im Futter sein?

Proteine (Eiweiße) bestehen aus verschiedenen Aminosäuren, die wichtige Bausteine des Körpers sind. Bei den Aminosäuren werden zwei Typen unterschieden: solche, die der Körper selbst ausreichend bildet, und solche, die über die Nahrung aufgenommen werden müssen (essenziell). Eiweiß ist vor allem in Fleisch, Innereien und Fisch, aber auch in Pflanzen wie zum Beispiel Weizen enthalten. Je nach Quelle wird von tierischem oder pflanzlichem Eiweiß gesprochen. Entscheidend ist dabei die biologische Wertigkeit. Bezogen auf die Trockensubstanz sollte mindestens 18% Protein deklariert sein, der deklarierte Wert bezieht sich auf die Originalsubstanz. Im Erhaltungsstoffwechsel (also für den erwachsenen Hund, ohne besondere Leistungen) werden 18% Protein und für wachsende oder trächtige/säugende Hunde 20 – 25% empfohlen. Diese Werte werden in der Fütterungspraxis meistens überschritten. Beim Selberkochen  sollten bis zu 45% der Gesamtration mit Eiweißlieferanten abgedeckt werden. Durch zu viel Eiweiß können Verdauungsprobleme auftreten: Menge und Qualität des Eiweißes sind hierbei wichtig.

Warum sollte auch Fett im Futter sein?

Fett dient als wesentliche Energiequelle. Es liefert einen Großteil der Kalorien. Fett kann tierischen oder pflanzlichen Ursprungs sein. Wichtig hierbei ist allerdings, dass nur hochwertige Fette die sogenannten essenziellen Fettsäuren liefern, die der Hund in seinem Stoffwechsel nicht selbst herstellen kann. Fett in der Nahrung ist außerdem auch Voraussetzung dafür, dass der Körper die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K aufnehmen kann. Auf die Trockensubstanz bezogen sollte mindestens 5,5% Fett im Futter sein, der deklarierte Wert bezieht sich auf die Originalsubtanz. Im Erhaltungsstoffwechsel (also für den erwachsenen Hund, ohne besondere Leistungen) werden 5,5% Fett und für wachsende oder trächtige/säugende Hunde 8,5 % empfohlen.



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